Kennen Sie schon unseren online Champagner-Berater? Über das Menu CHAMPAGNERBERATER können Sie Ihre besonderen Wünsche in einen prickelnden Champagner umwandeln... Versuchen Sie es doch einmal!

Champagner von Jean Josselin

Filter schließen
 
von bis
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
Blanc de Blancs Millesimé 2011
0.75 Liter
Blanc de Blancs Millesimé 2011
Jean Josselin
38,00 € *
0.75 Liter (50,67 €* pro Liter)

Die Tradition des Hauses Jean Josselin liegt auf Pinot Noir. Auf besonderem Pinot Noir aus der Aube, wo gerade diese Rebsorte so wunderbar saftig wächst und wie bei Drappier oder Moutard exzellente Tropfen reifen lässt. Das macht Spass und gute Laune, zu jeder Tages- und Nachtzeit. 

Und dann das!! Im Glas ist das genaue Gegenteil, nämlich ein 100% Chardonnay Champagner. Jean-Pierre, der heutige Eigentümer des Champagnerhauses Jean Josselin, welches sein Vater 1957 als eigene Marke ins Leben gerufen hat, zwinkert mit den Augen und reicht fast kommentarlos das Glas zum Probieren. Eigentlich waren wir unterwegs auf der Suche nach neuen Pinots und wollen jetzt natürlich nicht unhöflich sein - beim Champagnertrinken geht das ohnehin nicht! Also lächeln wir zurück und duften an dem ausladenden Glas Chardonnay. Und verstehen sofort, was dieses Zwinkern zu bedeuten hatte. Gleich erfüllt der volle Charme dieses Jahrgangschampagners unsere Nasen, lässt die lange Anfahrt und kurze Suche in den Hintergrund treten und wirft sich um-schmeichelnd auf unseren Geschmackssinn. Die Zeit bleibt für einen kurzen Moment stehen, die Sonne strahlt plötzlich etwas heller als noch gerade eben und die Perlage vertreibt die letzten Gedankenfetzen, die einen kurzen Moment vorher endlich mal keinen Chardonnay probieren wollten. Das Leben kann so ungerecht sein ;-)

Sofort ist klar, dass gerade in der Region der roten Traube dieser Tropfen etwas ganz Besonderes ist. Jean-Pierre erzählt uns von den Parzellen seines Gutes, wo diese reifen Chardonnay-Trauben herkommen. Was er bei diesem Weinberg so anders macht, wollen wir wissen. Die Antwort ist genauso aufhellend wie der erste Duft im Glas. Nämlich überraschend: Eigentlich mache er nichts anders...
 
Der Boden in den rund 4 Kilometer entfernten Weinbergen bietet nicht nur eine ausserordentliche Qualität und Beschaffenheit, sondern sorgt mit seiner ruhigen und fast verträumten Lage auch dafür, dass er selber bestimmt, welche Frucht er hervorbringt. Er lädt den Winzer ein, etwas Ruhe einkehren zu lassen. Den Boden so zu belassen, wie es die Natur vorgesehen hat. Nur hat er anstelle Pinot Noir vor einiger Zeit begonnen auch Chardonnay anzubauen - schliesslich ist ja auch das Burgund mit seiner fantas-tischen Chardonnay-Historie nicht weit. Seit er begonnen hat, das väterliche Weingut zu übernehmen und von der Pinot-Noir-only Philosophie etwas wegzugehen, versucht er, sich diesem Chardonnaytypus mehr und mehr zu nähern, ihm aber den eigenen Charakter dieses Landstrichs nicht wegzunehmen. Jede seiner 14 Parzellen ist eigen und wird bei ihm auch separat kultiviert. Der kalkhaltige und mit Sandstein ver-
sehene Boden für den Chardonnay schafft die Basis für fruchtbetonte, intensive aber niemals plumpe Tropfen. Mit der malolaktischen Gährung, die er beim Blanc de Blancs Millesimé einsetzt, wird der Champagner noch etwas feiner und eleganter, die bissigen Spitzen der Säure werden abgerundet und die Aromen können sich perfekt entwickeln.

Er ist Mitglied bei “Terra Vitis” geworden, einem Label, welches nicht nur in der Champagne für traditionelle Winzer zu einer besonderen Auszeichnung geworden ist. Der Bodenauthentizität wird besonderes Augenmerk gegeben, biologisch sinn-volle und nachhaltige Bewirtschaftung ist Standard. Ohne aber einen besonderen “Hype” daraus zu machen.  Er nutzt Stahltanks und keine Eichenfässer, weil sie dem Geschmacksbild aktuell am ehesten entsprechen. Soll das so bleiben? Wieder ein Zwinkern, denn was die Zukunft bringt, wird sich bei einem offenen Geist noch zeigen. Wunderbar undogmatisch!
Will er experimentieren mit alten Rebsorten? Erst einmal die drei wichtigsten Sorten richtig ausbauen, bevor die Experimente mit zu viel anderem die Zeit verschlingen. Die Chardonnayreise ist ja auch noch lange nicht zu Ende! Jean-Félix, sein Sohn, wird da sicherlich noch eine gewichtige Rolle spielen, wenn es um die weitere Ausrichtung geht. Aber alles zu seiner Zeit.    

Diese Zeit nehmen wir uns jetzt nochmal, geniessen ein paar weitere Schlücke des Jahrgangschardonnays und stellen beruhigt fest: Eigentlich sind wir Jean-Pierre nun doch dankbar, dass er beim Pinot Noir nicht auf uns gehört hat.

 

Hersteller / Veranwortlicher Lebensmittelunternehmer: Champagne Jean Josselin, 14 Rue des Vannes, 10250 Gyé-sur-Seine, Frankreich

Zuletzt angesehen
NACH OBEN