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Champagner von Jeaunaux-Robin

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Jeaunaux-Robin Extra Brut
0.75 Liter
Sélection Éclats de Meulière Extra Brut
Jeaunaux-Robin
33,00 € *
0.75 Liter (44,00 €* pro Liter)

Warum sind wir nur weitergefahren!? Am südlichen Zipfel der Cote de Blancs sind wir abgebogen und gleiten auf einer endlos langen Strasse fort von malerischen Weinbergen und träumerischen Orten, wo die Zeit manchmal stehen geblieben scheint. Davon ist nur ein paar Kilometer weiter nichts mehr zu spüren. Die Getreidefelder haben einen weniger impressiven Charme und könnten überall in Mitteleuropa liegen. Doch wir wissen, dass unser Ziel, das Valleé du (Petit) Morin, eine Reise wert sein wird. Vorbei am Schloß Etoges, einer überraschenden Augenweide im kleinen, fast unscheinbaren Ort Etoges, überlegen wir noch, ob wir hier eine Pause machen sollten.
Doch nach rund 15 Minuten stehen wir mit Cyrill zusammen, dem Eigentümer von Champagne Jeaunaux-Robin. Seit 1999 leitet er das Haus, welches seine Eltern 1973 gegründet hatten. In diesem kleinen Dorf, mit noch nicht einmal 100 Einwohnern, existieren nur 39 Hektar Rebflächen, auf denen hauptsächlich Pinot Meunier (über 70% der Flächen) angebaut wird. Seine Eltern Michel und Marie-Claude und auch deren Eltern hatten hier angefangen, die Trauben der ersten Weinberge an Cooperatives zu verkaufen, bis sie 1973 entschieden, ihr eigenes Glück zu versuchen.

Wir fragen uns in Gedanken, wieviel Glück es wohl braucht, um einen reizvollen Champagner aus dieser eher unbekannten und wenig charmanten Region zu erhalten. Doch zum Glück sprechen wir es nicht aus, denn wir hätten uns beim Probieren des ersten Glases von Champagne Jeaunaux-Robin geschämt!

Absolut, die Champagner sind definitiv anders. Sie sind viel klarer, direkter und mineralischer, als wir es vor allem von einem Pinot Meunier erwartet hätten. Cyril erklärt, dass der Boden im Vallée du Morin eine Besonderheit aufweist. Nicht nur Kreide- und Tonböden sind in den Weinbergen zu finden, sondern eine Mischung aus Kreide und Mergel und somit eine Mischung aus Côte des Blancs und Vallée de la Marne. Darüberhinaus gibt es aber eine Spezialität, die es ansonsten nirgends in der restlichen Champagne zu finden gibt: der Boden weist einen hohen Anteil an Feuerstein aus, der eine besondere Stilistik an Mineralität begünstigt. Stolz ist er auf die wirklich alten Rebstöcke, die leicht über 40 Jahre auf dem Buckel bzw. der Wurzel haben. Die Grundweine baut er in Stahltanks und dezidiert auch in Eichenholzfässern aus - rund ein Viertel der Weine.

Zusätzlich agiert er aber extremst zurückhaltend mit der Dosage, da er überzeugt ist, daß dieser besondere Boden auch authentisch im Champagner erkennbar werden muss. Durch seine Brut Nature oder Extra Brut Champagner bleibt die Authentizität bestehen und bildet so im ganzen Sortiment eine eigene Signatur. Diese Finesse und Klarheit, gepaart mit einer stringenten Fruchtnote, die jederzeit ausbalanciert ist, zeigt sich durch die gesamte Probe. Die feine Säure und eine mineralisch-kalkige Frische dominieren durchweg und heben sich klar vom Mainstream ab. Um die Frische zu erhalten, aber nicht aggressiv werden zu lassen, führt er oftmals die malolaktische Gährung durch. Schnell geht die Zeit vorbei und noch schneller sind wir vom Zweifler zum Fan geworden. Nicht als Champagner für jeden Anlass, aber als Vertreter für die Besonderheiten der Region ist er nun fest auf unserer Liste verankert. 

Auf dem Weg zurück fragen wir uns, wieso sind wir nicht schon früher aus der Cote de Blancs weitergefahren in dieses kleine Tal am Petit Morin!

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